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2014-1

Freiheit – Gesundheit – Solidarität

Was passiert, wenn Freiheitsprinzipien und Gesundheitsorientierung innerhalb der Gesellschaft in Konflikt geraten, diskutiert Beate Jagla in der Politischen Runde.

Für weite Teile der Politik und Gesellschaft ist Gesundheit ein sinnstiftender Wert geworden, dem sich alle anderen Lebensbedürfnisse unterordnen sollen. Wer dieser Orientierung nicht folgen will, also Genuss und Entgrenzung auch als Teil seines Lebens betrachtet, macht sich in den Augen der Gesundheitsapostel „schuldig“. „Schuldige“ dürfen aber mit der Solidarität der anderen nicht mehr ohne weiteres rechnen. Dass der Mensch bei aller Präventionsinformation frei bleibt, sich auch für ein Risiko zu entscheiden, ist nicht mehr selbstverständlich. Am Beispiel der Diskussion um HIV und AIDS wird dies besonders deutlich: etwa bei der Frage, ob Menschen mit HIV sich medikamentös behandeln lassen müssen, um Infektionsrisiken für andere zu vermeiden, obwohl es der eigene gesundheitliche Zustand nicht erfordert? Beate Jagla von der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW diskutiert in der PolitischenRunde das Problem, was passiert, wenn die Gesundheitsfrage die Sinnfrage ersetzt.
Montag, 31.3.2014
19:30
Bergische VHS Wuppertal-Elberfeld
Auer Schulstr.20