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“Eigenverantwortung funktioniert nicht” – Das war 2020!

Zum Abschluss der Politischen Runde gibt es traditionell eine Weihnachtskulturrunde mit einem anschließenden geselligen Beisammensein. Doch 2020 bricht mit Traditionen und stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Christian Spoo von Radio Wuppertal und Jan Kirschbaum von der Bergischen VHS blickten daher am 7. Dezember 2020 ohne Publikum im Raum auf dieses außergewöhnliche Jahr zurück, über das man sicherlich auch noch länger reden wird. Covid19, die Kommunalwahlen, das Thema Verkehr in Wuppertal, der gesellschaftliche Zusammenhalt und der Klimawandel sind die Themen dieses Jahresrückblicks.

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„Dann wird es vielleicht unbeherrschbar“ – Klimaschutz in Wuppertal

Ute Bücker, Klimaschutzmanagerin der Stadt Wuppertal, sprach am 30. November 2020 in der Politischen Runde über ihre Aufgaben als Klimaschutzmanagerin und stellte die Konzepte der Stadt vor, um die Stadt auf den Klimawandel vorzubereiten und die drohende Katastrophe noch abzuwenden. Der Schwerpunkt lag auf dem Problem zunehmender Hitze, schließlich war die Veranstaltung ursprünglich für Mai 2020 geplant. Ute Bücker zeigte Beispiele und Maßnahmen, wie man die Stadt bei großer Hitze mit städtebaulichen Mitteln kühlen kann – Ziel: die blau-grüne Stadt. Was die Stadt dazu schon alles geforscht und geplant hat und wie es weiter geht, erfahren Sie in diesem Podcast. Hintergründe finden Sie auch unter: https://www.wuppertal.de/klimaschutz
Der Download der Episode ist frei, es gilt: Pay what you like: https://politische-runde.de/pwyl
Hinweis: Das Mikrofon von Michaela Heiser hat leider gelegentlich Störgeräusche verursacht, die aber nicht von längerer Dauer waren. Das bitten wir zu entschuldigen.

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“Das Private darf nicht zu mächtig sein.”

Am 23. November 2020 beschloss die Politische Runde ihre Friedrich-Engels-Reihe aus Anlass des 200. Geburtstags des Barmer Ökonomen. Dr. Gregor Gysi, MdB (Die Linke), Ulrike Herrmann (taz), Prof. Frambach (Uni Wuppertal) und der Chat diskutierten die historische Bedeutung von Friedrich Engels, die Lehren aus Finanz- und Corona-Krise und die Zukunft des Kapitalismus in Zeiten des Klimawandels. Die Aufgabe verstanden alle drei Diskutanten der Runde, die von Annette Hager geleitet wurde, gleich: “Wie grenzen wir die schädlichen Wirkungen des Kapitalismus ein?”(Prof. Frambach)
Aber wie kann ein Wandel aussehen? Da trennten sich die Wege. Kann es grünes Wachstum geben? Welche Rolle spielt die Demokratie beim Bestreben vernünftige Entscheidungen zu treffen? Kann der Begriff “Wachstum” eine neue Qualität bekommen? Wie können wir die Gesellschaft neu denken? Hören Sie die unterschiedlichen Antworten auf diese Fragen im Podcast nach und unterstützen Sie der Politische Runde mit Ihrem monetären Beitrag.

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Die Farbe Rot.

Am 16. November 2020 war Dr. Gerd Koenen, pandemiebedingt nur virtuell, zu Gast in der Politischen Runde bei Michaela Heiser. Er berichtet zu Beginn von seiner persönlichen Motivation, sich mit der Geschichte des Kommunismus im 20. Jahrhundert auseinanderzusetzen. Koenens Vortrag rekapituliert anschließend die Entwicklung des Bolschwismus in Russland, dem Lenin den Begriff des Kommunismus überstölpt, und die Geschichte der Kommunistischen Partei in China, deren Mitglieder sich Kommunisten nannten, bevor Karl Marx’ oder Friedrich Engels’ Werke überhaupt übersetzt waren. Was hatten Engels und Marx, obwohl heute in China gottgleich verehrt, damit zu schaffen? Wäre Marx heute Marxist, wäre Engels heute immer noch Kommunist? Und wie passen die beiden Deutschen, die in England lebten, in die Geschichtsbilder Russlands und Chinas? Um diese Fragen dreht sich dieser Podcast.
Die Veranstaltungen der Politischen Runde kosten keinen Eintritt, sind aber nicht umsonst. Es gilt: Pay what you like.

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Die Verschiebung der natürlichen Schranken

Am 9. November 2020 berichtete Prof. Franz-Josef Brüggemeier in einer virtuellen Politischen Runde vom Natur- und Umweltverständnis zur Lebzeit Friedrich Engels. Er stellte romantische und bedrohliche Naturansichten gegenüber, ebenso die Bedrohung der nachhaltigen Bauerngesellschaft durch Hungersnöte zu Beginn des Jahrhunderts und die zunehmende Ausbeutung von Mensch und Natur in der beginnenden Industrialisierung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Anschluss an den spannenden Vortrag entwickelte sich über den Chat eine kontroverse Diskussion über die Rolle des Kapitalismus und den gegenwärtigen Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel.

Aufgrund der Videokonferenz ist die Tonqualität leider nicht die Beste, hierfür bitten wir um Verständnis. Wir haben in der folgenden Liste einige Bilder und Karikaturen, auf die sich Prof. Brüggemeier bezieht, verlinkt:

Pieter Bruegel d. Ältere, Die Kornernte 1565Turner, Ausbruch des VesuvRavensburg Einzug der Erntewagen 1817HungertalerJoseph M. W. Turner, Die Teufelsbrücke von St Gotthard, 1803Cholera-KarikaturCaspar David Friedrich: Der Wanderer über dem NebelmeerA Peep at the Gas Lights in Pall Mall Rowlandson 1809Lithografie: Internationale Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am MainHans Thoma, Taunuslandschaft, 1890Joseph M. W. Turner, Rain, Steam, and Speed, The Great Western Railway 1844Edvard Munch, Der SchreiFlug Lilienthals vom Fliegerberg Lichterfelde 29. Juni 1895

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Und morgen eine neue Welt

Am 2. November 2020, zum Start des “Lockdown light”, las Tilman Röhrig einsam im Forum der Bergischen Volkshochschule aus seinem “großen Friedrich-Engels-Roman.” Röhrig erzählte, wie er zum Schreiben kam, wie er für den Roman recherchierte und und was ihn mit Wuppertal und Friedrich Engels schon seit langem verbindet. In seiner Lesung nimmt Röhrig seine Hörer*innen mit auf eine Reise nach Brüssel, Manchester und Wuppertal und wir begegnen Helene Demuth, Karl und Jenny Marx, Mary Burns und werden zum Schluss Zeuge einer Begegnung zwischen Vater Engels und seinem Sohn Friedrich vor der Barrikade an der Haspeler Brücke.
Hinweis: Da wir im Zuge der Kontaktvermeidung den Moderator des Abends, Stefan Seitz, nur zuschalten konnten, ist seine Tonspur leider nicht so gut, wie die von Tilman Röhrig. Dies bitten wir zu entschuldigen
Der Download des Podcastes ist frei, es gilt: Pay what you like: Informationen unter https://politische-runde.de/podcast

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Kapitalismus digital. Keine Arbeit 4.0?

Es war ein weiter Bogen, den Prof. Oliver Nachtwey am 26. Oktober 2020 in der Politischen Runde schlug. Vom Kapitalismus 1.0 bis zur Gegenwart des Kapitalismus 4.0, von Friedrich Engels, dem Jubilar dieses Jahres, bis hin zur Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts. Nachtwey führte die virtuelle Politische Runde aus dem heimischen Basel durch die Zeiten von Engels „Reservearmee der Bevölkerung“ in der ersten Phase der Industrialisierung bis hin zur digitalen Reservearmee der Gegenwart in einem polarisierten Arbeitsmarkt. Er thematisierte den Hyperkapitalismus der digitalen Plattform-Ökonomie um Amazon, Uber & Co. und den durch die Corona-Pandemie befeuerten neuen sozialen Wandel. Wer sind die Gewinner, wer sind die Verlierer des Kapitalismus 4.0, warum trifft der Mythos eines zweiten Maschinenzeitalters und der Herrschaft der Roboter nicht zu und wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Das alles berichtete Oliver Nachtwey in einer sehr spannenden Politischen Runde.
Den Ton-Mitschnitt gibt es jetzt hier zum Nachhören, die Präsentationsfolien können wir leider aus urheberechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen. Wie Sie die Politische Runde in diesen Zeiten unterstützen können, erfahren Sie unter https://politische-runde.de/podcast

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Wie Engels das ‚Kapital‘ von Marx vollendete

Wieviele Briefe haben sich Marx und Engels geschrieben? In welcher Sprache haben Marx und Engels korrespondiert? Wie stark hat Friedrich Engels nach dem Tode Karl Marx auf den Text der Bände 2 und 2 des “Kapitals” Einfluss genommen? Wie entsteht eigentlich eine Gesamtausgabe? Und wo liegt der Nachlass von Marx und Engels heute? Fragen und Fragen gab es am 5. Oktober 2020 an unseren Referenten, Prof. Rolf Hecker vom Verein der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA). Die sehr interessante Politische Runde gibt es hier nun auch zum Nachhören.
https://marxforschung.de/
http://telota.bbaw.de/mega/#

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Alles wird zur Ware

Es war ein kurzweiliger Abend in der Politischen Runde, in der Stefan Berger am 28. September 2020 über die Entwicklung der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert berichtete und dabei England und Deutschland zum Vergleich heranzog. Er betonte den regionalen (statt nationalen) Charakter der Industrialisierung und die Kapitalisierung aller Verhältnisse im 19. Jahrhundert (“Alles wird zur Ware”). Er thematisierte die Fabrikarbeit und das Elend, dass diese verursachte und erklärte, welche Antworten in Deutschland und Großbritannien darauf gefunden wurden. Berger verglich konservative, liberale, christliche und frühsozialistische Reaktionen, um dann auf den wissenschaftlichen Sozialismus von Marx und Engels, dieser einzigartige “intellektuelle Partnerschaft von Wuppertal, Trier, London und Manchester” zu sprechen zu kommen. Seine Analyse gibt es bei uns zum Nachhören.

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History and Nature: Engels, Marx and Darwin

Am 21. September feierte die Politische Runde eine Premiere. Zum ersten Mal wurde ein Gast per Videokonferenz aus London zugeschaltet, während gleichzeitig Hörer*innen online und im Forum den Abend verfolgten. Leider hat technisch nicht alles geklappt, so dass der Podcast diesmal in einer schlechteren Tonqualität aufgenommen wurde. Dennoch wollen wir Ihnen den Vortrag von Gareth Stedman Jones in englischer Sprache nicht vorenthalten.
Gareth Stedman Jones thematisiert in seinem Vortrag der Welt der (Universal)gelehrten des 19. Jahrhunderts und hinterfragt, welchen Ideen und Philosophien Karl Marx und Friedrich Engels anhingen. Er erläutert dies am Beispiel der Werke von Charles Darwin und zeigt, wie verwoben die Ideen, Forschungsrichtungen und Theorien der Wissenschaft im 19. Jahrhundert waren. Kein Marx ohne Engels, aber auch kein Engels ohne Darwin, Locke, Owen, Spinoza etc. Hinter allem steht die Frage: Was macht die Natur des Menschen aus?