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Die auto-mobile Gesellschaft.

Detlef Vonde zur Geschichte eines Mythos’

Die Geschichte vom Aufstieg und vom Niedergang einer Utopie: Der Traum, Maschinenkraft und gleichzeitige

Selbstbeweglichkeit miteinander verbinden zu können. Das „Automobil“ stellte schier grenzenlose individuelle Mobilität in Aussicht und versprach, die Früchte einer Verkehrsrevolution ernten zu können, ohne ihren Preis zahlen zu müssen. Das erste Auto vereinte gewissermaßen Lokomotive und Kutsche – und sah zunächst auch so aus. Es schien, das Erbe der Eisenbahn anzutreten und die Souveränität der Kutsche wiederherzustellen: Unpünktlichkeit, Überfüllung, Vorschriften, Klassengegensätze – alles überwunden. Davon profitierte zunächst nur die „bessere Gesellschaft“. Dann wurde der motorisierte Individualverkehr zum Massenphänomen, zum persönlichen, zum nationalen Symbol. Längst werden die schädlichen Folgen der „Übermotorisierung“ nicht mehr kontrovers diskutiert, und die „autofreie“ Gesellschaft verliert ihre Bedrohlichkeit. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe StadtGespräch.

5. Dezember 10:30 Bergische VHS Wuppertal-Elberfeld Auer Schulstr.20