Nach dem Krieg. Wie lebten die Pol*innen in den Häusern der anderen?

Montag,
15. Mai 2023,
19:30 Uhr

Wuppertal-Elberfeld, Auer Schulstr. 20,
Otto-Roche-Forum

Die Teilnahme ist auch per Zoom möglich:
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Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip:
Pay what you like.

mit Karolina Kuszyk

Foto: Grzegorz Lityńsk

Etwa zehn Millionen Deutsche flohen mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus Schlesien, Pommern, der Neumark und Ostpreußen oder wurden von dort vertrieben. Zurück blieben ihre Häuser, Straßen, Fabriken und Kirchen, aber auch ihre Möbel, Küchengeräte und Bilder. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße lagen fortan in Polen, Menschen aus anderen Landesteilen, darunter Vertriebene aus den östlichen Grenzgebieten um Lemberg und Vilnius, wurden dort angesiedelt. Wie machten sie die Städte und Dörfer der ehemaligen Besatzer zu ihrer Heimat? Für ihr Buch „In den Häusern der anderen. Spuren deutscher Vergangenheit in Westpolen“ hat die Autorin Karolina Kuszyk Archivfunde, Forschungsarbeiten, Literatur und eine Vielzahl persönlicher Begegnungen ausgewertet. In der Politischen Runde erzählt sie davon, wie die Biografien von Menschen und Dingen miteinander verwoben sind.

Karolina Kuszyk

stammt aus Wuppertals Partnerstadt Legnica, lebt in Berlin und Niederschlesien und arbeitet als freiberufliche Autorin, Übersetzerin und Lehrbeauftragte, u.a. an der Viadrina. Sie verfasste Beiträge u.a. für Zeit Online, Deutschlandradio Kultur und Funkhaus Europa und übersetzte u.a. Max Frisch, Ilse Aichinger, Karen Duve und Bernhard Schlink ins Polnische.

Moderation: Jan Kirschbaum