Von Wuppertal bis Milwaukee. Warum wanderte Hermann Enters aus?

Foto: B. Behrendt

Am 3. August 1846 wird im Barmer Standesamt die Geburt von Hermann Enters beurkundet. Enters wächst in einer bewegten Zeit auf, mitten in der Industrialisierung. Der Junge aus Unterbarmen wird Maschinenschlosser und kämpft im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 mit. Nach einer Zeit in Essen entscheidet er sich, nach Amerika zu emigrieren, und lässt sich mit seiner Frau und sechs Kindern in Milwaukee nieder. Dort schreibt er seine Lebenserinnerungen auf. In der Politischen Runde berichtet Prof. Klaus Goebel, der die Erinnerungen ediert hat, vom Leben Enters‘ und dessen schonungslosem Bericht über Eltern, Schule und Kirche, Arbeitsmethoden und Alkoholismus im Wuppertal des 19. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Klaus Goebel

ist ein Wuppertaler Historiker. Er studierte an der Pädagogischen Akademie Wuppertal und arbeitete von 1956 bis 1970 als Volks- und Realschullehrer. Nebenbei studierte er an der Universität Bonn Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und promovierte dort 1965. 1970 wechselte er an die Pädagogische Hochschule Ruhr, habilitierte sich 1975 und lehrte ab 1980 an der Universität Dortmund. 1999 wurde er emeritiert. Prof. Klaus Goebel ist Mitinitiator des Historischen Zentrums/Museum für Frühindustrialisierung Wuppertal und forschte intensiv zur Geschichte des Bergischen Landes.

Moderation: Stefan Seitz

Zeit: Montag, 24. Oktober 2022. 19:30 Uhr
Ort: Bergische VHS, Wuppertal-Elberfeld, Auer Schulstr. 20,
Otto-Roche-Forum
Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like.“ (Zahle, was Du magst.)